Welcome to California

 

Ich war das erste Mal in Kalifornien mit 17 Jahren. Kalifornien hat mich in Erstaunen versetzt. Sowohl positiv als auch negativ. Vielleicht lag das auch an meiner Gastfamilie. Hatte ich doch durch sie einen relativ ungefilterten Eindruck von der Mentalität der Kalifornier. 

 

Im Grund lässt sich heute wie damals festhalten. Amerikaner haben ein manchmal schon skuriles Verhältnis zu Gewalt und Waffen und ein sehr prüdes Verhältnis zu Sex, aber alles in allem ist der Durchschnittskalifornier sehr relaxed.

 

Aber es war eine schöne Zeit. Und Kalifornien als geografischer Fleck ist einfach traumhaft. 

 

Daher wollte ich Kalifornien unbedingt Steffi zeigen und sie ist genauso begeistert davon wie ich. Wir fahren auf jeden Fall wieder hin.

 

Sicherlich kann man allein über Kalifornien ein Buch schreiben, daher haben wir hier nur ein paar Highlights aufgeführt:

 

Disneyland

Unsere erfahrenen Schönheits- und Wellnessexperten sind immer am Puls der Zeit und kennen die aktuellsten Trends und besten Behandlungsmethoden. Wir engagieren uns leidenschaftlich für ein frisches Aussehen und einen modernen Stil.

Die Nationalparks in Kalifornien

Von der Wüste bis an die Küste 

Unsere erfahrenen Schönheits- und Wellnessexperten sind immer am Puls der Zeit und kennen die aktuellsten Trends und besten Behandlungsmethoden. Wir engagieren uns leidenschaftlich für ein frisches Aussehen und einen modernen Stil.

Es war einmal...

... ich habe Euch ja noch eine Geschichte versprochen.

 

Als ich das erste Mal in die USA bin, bin ich alleine geflogen. Ich war zarte 17 Jahre alt und hatte die Hosen gestrichen voll und an diesem Flug ging unendlich viel schief.

 

Ich sollte mit Bristish Airways über London nach Los Angeles fliegen. Dort sollte ich von einer Koordinatorin des Homestay-Programms abgeholt werden. So weit! So gut!

 

Ich habe mich natürlich vorher genau erkundigt. Ich flog in Düsseldorf (ich glaube es war Düsseldorf ?) los und landete in London. Dort musste ich mich einmal auf die ganz andere Seite des Flughafens begeben. Mein Koffer würde gebracht werden. Ich brauchte mindestens 50 Minuten dafür, da ich aber drei Stunden Aufenthalt haben würde, wäre das gar kein Problem. Man konnte wohl wählen zwischen einem kleinen Shuttle, der wohl etwas länger brauchen würde oder einmal quer durch alles durchlaufen.

 

Ich entschied mich für den gechillten Shuttle. 

 

Dann bin ich total entspannt in meinen Flieger gestiegen. 

 

Als ich jedoch 40 Minuten später immer noch auf dem Rollfeld stand, war ich nicht mehr so entspannt. Und als mein Flug dann auch nochmal 1,5 Stunden länger dauerte wegen Gegenwinde und fehlender Landeerlaubnis, war ich völlig durch den Wind. Der Weg sollte 50 Minuten dauern und ich hatte keinen Puffer.Das ist nichts. Nichts für mich. Vor allem nichts für meine Nerven. Hinzu kam, dass uns vom Piloten geraten wurde, nicht den Shuttle zu nehmen, sondern lieber zu laufen. Anscheinend hatte viele einen Anschlussflug. Nicht unbedingt nach L.A. aber sie mussten wohl auch zu dem Terminal. Also landeten wir in London und ein ganzer Flieger rannte los... Und wie wir gerannt sind,... Einmal quer über den Flughafen. Ich kam mir vor wie bei Kevin - Allein in New York... 

Einmal wurden wir an einer Sicherheitsschleuse ausgebremst, weil ein Mädchen mit Piercing fast strippen musste, aber dann ging es weiter. Und wieder rannte der Flieger los. 

 

Völlig fertig bin ich dann am Gate angekommen. Ich war nicht auf Toilette, hatte keine geraucht und meine Lunge pumpte. 

 

Endlich im Flieger. Ich hatte einen wunderbaren Gangplatz. Neben mir sollte ein kleiner Junge sitzen. Seine Mutter und er hatten keine gemeinsamen Plätze mehr bekommen, da schon alle eingecheckt waren und es keine zusammenhängenden Plätze mehr gab. Seine Mutter sagte ihm er solle sich brav hinsetzen, wenn der Flieger in der Luft sei, würde sie zu ihm kommen. Und dann heulte er los. Er schrie so herzzerreißend nach seiner Mutter, dass der ganze Flieger erstarrte. Und niemand konnte ihn beruhigen. Also beschloss ich mit der Mutter zu tauschen und dachte mir, was  schon großartig an dem anderen Platz anders sein sollte. Es war alles anders. Zunächst war es kein Gangplatz, sondern ich saß neben einem jungen Polen und einer wirklich krass übergewichtigen asiatischen Frau.

 

Der Pole war Single. Woher ich das weiß?! Er stellte sich mir sofort vor: "Boris! Polish! Single! And you? Are you single, too?" Boris versuchte mir den ganzen Flug über näher zu kommen und ich war so gar nicht interessiert.

 

Dia asiatische Frau hatte wahnsinnige Flugangst, transpirierte viel, musste regelmäßig auf Toilette und saß eigentlich mit auf meinem Platz.

 

Was soll ich sagen, es war ein sehr, sehr langer Flug. Zu alle dem war auch noch mein kleiner Bildschirm kaputt und die Batterien von meinem Walkman alle. Auch hier hatten wir auf dem Flug Luftturbulenzen und Unwetter, weswegen wir fast zwei Stunden zu spät ankamen. Ich konnte die Toilette nicht benutzen, denn sie roch so fürchterlich nach Erbrochenem, dass ich Angst hatte mich auch übergeben zu müssen.

 

Mein Koffer war der letzte auf dem Band.

 

Meine Koordinatorin war weit und breit nicht zu sehen. Schlau wie ich war hatte ich auch alle Kontakinformationen ganz unten im Kopf. Das war übrigens noch vor der Zeit der Handys, ich gehe davon aus, ihre Nummer hätte mir eh nichts gebracht.

 

Endlich hatte ich meine Koordinatorin gefunden, die mir sofort erzählte, dass das mit dem Timing ja super sei, sie wäre auch gerade erst angekommen, (also ca. 2,5 Stunden zu spät). Gut, Mittlerweile war mir alles egal.

 

Dann sind wir Essen gegangen. Nicht weil ich so Hunger hatte, sondern weil meine Koordinatorin noch ne Freundin treffen wollte. Wir saßen zwei Stunden beim Mexikaner. Ich hatte noch kein Geld gewechselt und hab mich auch nicht getraut, was zu bestellen. Meine Koordinatorin bestellte was für mich, dass ich unbeidngt essen sollte. Allerdings waren da einige Sachen drin, die ich nicht vertrag. Ich wollte nicht unhöflich sein, also zerteilte ich alles auf meinem Teller in 10000000 Stücke, aß aber keinen Bissen. Die Toilette war übrigend out of order.

 

Die ganze Zeit erzählte sie mir die Koordinator wie toll meine Familie sei.

 

Als wir uns später mehrmals verfuhren, weil sie einfach das Haus meiner Gastfamilie nicht fand, gestand sie mir dann, dass sie die Leute gar nicht kannte und auch nur einmal für 10 Minuten gesehen hatte, aber was sollte einem in California schon passieren.

 

Dann mussten wir an einer wirklich ekeligen Tankstaelle halten, weil ich sonst ins Auto gemacht hätte. Gluabt mir, für einen Moment habe ich überlegt hinter einen der nicht vorhandenen Büsche zu gehen.

 

P.S. Meine Gastfamilie hatte drei Hunde... Ratet mal wer eine Tierhaarallergie hat.

 

P.P.S. Trotzdem war mein Urlaub endgeil. Nur die Anreise war Katastrophe.

 

 

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